ppTMS

 

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PAIRED-PULSE TMS (ppTMS) ODER AUCH BISTIM TMS

Mittels TMS-Doppelpulsprotokollen (englisch: paired pulse) können die physiologischen Grundlagen der Erregbarkeit des motorischen Kortex und deren Modulierung durch lokale facilitatorische und inhibitorische kortikokortikale Netzwerke untersucht werden.

 

• ppTMS besteht aus zwei aufeinanderfolgenden TMS-Pulsen: Der erste Reiz wird als konditionierender Stimulus (S1) bezeichnet, der zweite Puls wird Testpuls (S2) genannt.

• Das Ergebnis der Interaktion zwischen S1 und S2 wird wesentlich durch das ISI (Inter-Stimulus-Interval) und die Stimulationsintensität bestimmt.

 

Je nach ppTMS Paradigma (ISI und Intensität) kommt es im entsprechenden Zielmuskel entweder zu einer MEP-Zunahme (Bahnung bzw. Facilitierung) oder zu einer MEP-Abnahme (Hemmung bzw. Inhibierung):

Intracortical Facilitation (ICF) Um ICF zu induzieren, wird ein unterschwelliger Puls S1 in vorderer und hinterer Richtung induziert, auf den ein überschwelliger Puls S2 mit einem ISI zwischen 10-15 ms folgt. Der beobachtete Effekt besteht darin, dass die Amplitude der I-Wellen bezogen auf Fälle, in denen nur S2 appliziert wird, erhöht ist. Die Fazilitation wird stärker, wenn die Intensität von S1 erhöht wird, und wird abgeschwächt, wenn die Intensität von S2 erhöht wird. 

Long-interval Intracortical Facilitation (LICF) Wenn auf einen überschwelligen Puls S1 ein überschwelliger Puls S2 mit einem ISI zwischen 10-30 ms folgt, ist der zweite MEP gegenüber dem Ersten gesteigert und zeigt den Fazilitationseffekt der Stimulation.

Long-interval Intracortical Inhibition (LICI) Wenn es sich bei S1 und S2 um überschwellige Pulse mit einem ISI zwischen 50-200 ms handelt, ist der zweite MEP gegenüber dem Ersten reduziert, was ein Zeichen für intrakortikale Inhibition ist.

Short-interval Intracortical Facilitation (SICF) SICF tritt ein, wenn auf einen überschwelligen Puls S1 ein unterschwelliger Puls S2 innerhalb eines ISI zwischen 1,1-1,5 ms folgt. Der beobachtete Effekt besteht darin, dass die Amplitude der zweiten I-Welle erhöht ist. SICF wird unterdrückt, wenn die Testperson zuvor einer sensorischen Stimulation der relevanten peripheren Nerven ausgesetzt war.

Short-interval Intracortical Inhibition (SICI) Wenn auf einen unterschwelligen Puls S1 ein überschwelliger Puls S2 mit einem ISI von 3 ms folgt, werden die I-Wellen gedämpft. SICI nimmt mit der Intensität von S2 zu.

 

 

Stimulatoren für ppTMS (short-interval und/oder long-interval) Protokolle:

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